Rechtzeitig den digitalen Nachlass regeln – für verantwortungsvolle Unternehmer und Privatpersonen ein Muss

Veröffentlicht Mittwoch März 01, 2017

Rechtzeitig den digitalen Nachlass regeln – für verantwortungsvolle Unternehmer und Privatpersonen ein Muss

Ob Unternehmer oder Privatperson, jeder sollte beizeiten daran denken den Nachlass für Hinterbliebene und Erben zu ordnen. Dass es dabei auch um den digitalen Nachlass geht, wird von vielen leider auch noch im Zeitalter von Computer, Internet und World Wide Web häufig vergessen.

Eine aktuell vom Branchenverband BITKOM in Auftrag gegebene Studie ist besorgniserregend und stimmt mehr als nachdenklich: Rund 93 Prozent aller User einschließlich Unternehmer und Führungskräfte haben ihren digitalen Nachlass nicht geregelt. Daher schwirren häufig nach einem Todesfall digitale Accounts sowie elektronische Verträge, Konten und Daten herrenlos durch die Weiten des Internets und sorgen bei den Hinterbliebenen in Privatleben und Firma für Unsicherheiten. Hinzu kommt eine in Deutschland unscharfe und bislang nicht eindeutig definierte Rechtslage, ob Erben nach dem Tod eines Account-Inhabers zum Beispiel bei Facebook oder einem E-Mail-Provider überhaupt Zugriff auf die Daten haben. Um oft langwierige und aufwändige Recherchen und juristische Klärungen zu vermeiden, sollten verantwortungsbewusste Bürger die entsprechenden digitalen Daten sicher und vor unbefugtem Zugriff geschützt mit einer entsprechenden Vollmacht hinterlegen. In der Stand by U Treuhandbox lagert auf Wunsch auch der digitale Nachlass unserer Mitglieder nach der neuesten Sicherheitstechnik mit patentierter Basistechnologie verschlüsselt sicher wie in Fort Knox, garantiert von unserem Partner idGARD.

Vertrauensperson Zugang zu Accounts und Passwörtern verschaffenGerade kleinere Einzelunternehmer und Freiberufler oder selbstständige Gründer eines Start-ups vergessen nicht selten die rechtzeitige Vorsorge auch für digitale Hinterlassenschaften. Man ist jung und steht mitten im Leben, ist vielbeschäftigt mit dem Hier und Jetzt sowie dem beruflichen Erfolg und denkt nicht an ein mögliches Ende. Doch auch ein junger Mensch kann jederzeit von Unfall oder plötzlicher Krankheit mitten aus dem aktiven Leben gerissen werden oder ins Koma fallen und in der Firma ist dann nicht nur der Chefsessel unbesetzt: Falls keine Vertrauensperson die Codes und Passwörter zu sämtlichen Accounts besitzt und Unklarheiten über Zugänge und Zuständigkeiten bestehen, kommt es im Fall des Falles zu Ratlosigkeit, Chaos und wirtschaftlichen Einbußen. Wie soll es nun weitergehen mit dem digitalen Erbe? Ist auch der digitale Nachlass geregelt und zum Beispiel bei Stand by U sicher deponiert, fährt die Firma auch nach unvorhergesehenem Ableben oder Komplettausfall des Chefs wieder in sicherem Fahrwasser. Eine von unserem Mitglied autorisierte Vertrauensperson kann mit einem Passwort sofort die Daten einsehen, Accounts ändern oder löschen und auf Firmen- sowie E-Mail-Konten und Smartphone-Daten zugreifen.

Privates und Geschäftliches digital strikt trennen

Experten raten dringend dazu sämtliche digitalen Geräte und Accounts in einen privaten und einen geschäftlichen Bereich zu trennen und dies in den Unterlagen penibel zu dokumentieren. Dazu gehört auch ein konsequent durchgeführtes Passwort-Management. Darauf weist unter anderem der Bundesverband der Mittelständischen Wirtschaft (BVMW) mit Sitz in Berlin ausdrücklich hin. Denn bei einer Vermischung beider Bereiche spielen die Gerichte häufig nicht mit, wenn Erben Zugang zu den entsprechenden Accounts wünschen. Hier kommen sich Erbrecht und Persönlichkeitsrecht, das nach dem Tod nicht erlischt, in die Quere. Wer hier mit einem verantwortungsvollen Passwort-Management und der Übertragung des digitalen Nachlasses auf eine Vertrauensperson Klarheit schafft, erspart den Erben manche Mühe und der überlebenden Firma letztendlich massive Verluste.

Sein digitales Haus wohlbestellt hinterlassen

Nähere Informationen über den digitalen Nachlass erhalten Sie unter anderem bei den Industrie- und Handelskammern wie der IHK Osnabrück. Die Regelung des digitalen Nachlasses und das sichere Lagern in einer digitalen Notfallbox/Treuhandbox ist übrigens Privatpersonen ebenso zu empfehlen wie Unternehmern und Freiberuflern. Im Ernstfall können bevollmächtigte Hinterbliebene mit Hilfe der Passwörter zum Beispiel Webseiten und Facebook-Accounts schließen oder auch eine Botschaft dort einstellen, E-Mail-Adressen löschen oder Verträge zum Beispiel über digitale Abos und Konten kündigen. So hinterlassen Sie nicht nur Ihr reales, sondern auch Ihr digitales Haus wohlbestellt.

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