Patientenverfügung Verbraucherschützer warnen bereits seit Jahren vor einfachen „Musterformularen“

Veröffentlicht Mittwoch Februar 22, 2017

Patientenverfügung Verbraucherschützer warnen bereits seit Jahren vor einfachen „Musterformularen“
Günter Pfeifer

Günter Pfeifer
patientenverfuegung-online.net

Daran zu gelangen ist einfach – zu einfach. Viele Anbieter liefern mehrere hundert verschiedene Vordrucke, viele davon kostenlos im Internet, an. Experten raten zur Vorsicht: Unterschreiben Sie keinen x-beliebigen Internetvordruck oder formal-juristischen Text von einem Notar oder Rechtsanwalt.

Denn entscheidend sind medizinische Inhalte wie etwa Gehirnschädigungen, Demenzerkrankung, Organversagen, Heilungsaussichten, Formen künstlicher Ernährung, Linderungs- und auch Sterbehilfemöglichkeiten.
Man darf niemals einfach nur einen Vordruck ausfüllen oder gar ankreuzen“, warnt Christoph Kranich von der Verbraucherzentrale Hamburg. Jede Verfügung muss individuell und persönlich angepasst sein.

Bei einer Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht handelt es sich um eine vorsorgliche Erklärung Ihres Willens, die dann in Kraft tritt, wenn Sie Ihren Willen nicht mehr selbst bilden/äußern können. Der Gesetzgeber hat mit dem Patientenverfügungs-Gesetz von 2009 hohe Anforderungen an die Genauigkeit der Formulierungen in sich und deren logische Abfolge gestellt. Der Gesetzgeber hat außerdem ganz bewusst darauf verzichtet allgemein gültige Formulare zur Verfügung zu stellen. Der Grund dafür liegt darin, dass ganz individuelle Entscheidungen des Einzelnen zu bestimmten Situationen festgelegt werden sollen.

Eine Hilfe zur Formulierung bieten die Textbausteine des Bundesministeriums für Justiz. Aber Vorsicht! Auch diese müssen -nach der individuellen Auswahl- in sich schlüssig miteinander verbunden werden, so dass sie medizinisch und juristisch Sinn machen und damit für die behandelnden Ärzte verbindlich.

Eine Patientenverfügung und eine Vorsorgevollmacht erstellt man in der Regel nur einmal. Danach ggf. notwendige Anpassungen werden durch Streichen oder Hinzufügen erledigt. Die erstmalige Erstellung einer Patientenverfügung sollte man jedoch mit fachmännischer Hilfe vornehmen. Wer kommt in Frage?

Der Hausarzt ist eine kompetente Wahl für den medizinischen Bereich. Beachten Sie, dass ein Arzt den Hippokratischen Eid abgelegt hat und der Erhalt des Lebens Vorrang hat. Wie lebenswert dieses Leben dann noch ist, müssen Sie für sich festlegen. Und wie sieht es dann mit der richtigen rechtlichen Formulierung aus? Ein Hausarzt hat es so ausgedrückt: „Hol dir einen Rat von mir, zu gezielten medizinischen Fachfragen. Ansonsten reicht der gesunde Menschenverstand für die Entscheidungsfindung was für dich noch lebenswert ist. Ich bin nicht der Richtige zur Formulierung deiner ganz individuellen Patientenverfügung, weil ich es nur aus meiner Sichtweise des Arztes sehen kann, der geschworen hat Leben zu erhalten.“ (Achtung: keine Kostenübernahme durch die Krankenversicherung)

Beim Juristen ist man für rechtlich saubere Formulierungen gut aufgehoben. Man muss jedoch eine eigene klare Vorstellung zu bestimmten (aussichtslosen) Situationen und der Art der medizinischen Behandlung in diesen Fällen mitbringen. Nur so kann der Jurist in sich schlüssige Verfügungen erstellen. (Achtung: hohe Kosten)

Eine günstge Alternative stellt die konfessionsunabhängige Bundeszentralstelle Patientenverfügung dar. Sie hat ein Online-Erfassungsformular für die individuelle Festlegung der Textbausteine auf der Grundlage der Textbausteine des Justizministeriums entwickelt. Auch die Vorsorgevollmacht und eine gesonderte Gesundheitsvollmacht lassen sich in einem Vorgang damit erstellen. Der Vorteil liegt darin, dass die gewählten Bausteine durch ein multiprofessionelles Expertenteam als fortlaufender Text formuliert werden. Dieser berücksichtigt die medizinisch und rechtlichen Notwendigkeiten. Reine Ankreuzformulare sind dagegen rechtlich angreifbar.

Da das Online-Erfassungsformular der Bundeszentralstelle für Anwender oft als kompliziert empfunden wird, bietet die Beratungsunterstützung durch Patientenverfuegung-Online eine wertvolle Hilfe. Dies ist eine persönlich begleitete Erstellung der Verfügungen bei Sie jederzeit live Ihre Fragen beantwortet erhalten. Durch moderne Kommunikation kann mit jedem Interessenten kommuniziert und das ganz ohne technischen Aufwand.

Der Interessent und ggf. sein/e Partner/in sitzen einfach am Computer mit Internetanschluss und haben ca. 1 Stunde (bei 2 Personen ca. 1,5 Std.)  Zeit um gemeinsam mit dem Experten die Festlegungen zur individuellen, medizinisch und rechtlich korrekten Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht zu treffen.

Die Kosten für Live-Beratung, korrekte Erstellung der Dokumente und Versendung inkl. einer Notfallkarte für die Geldbörse betragen 98,-€ p.P..

 

Link zur Beratungsunterstützung: http://patientenverfuegung-online.net

Link zur Broschüre des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz

 

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